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Schlaf – ein unterschätzter Helfer für Körper und Geist

Schlafprobleme nehmen weltweit zu. Ständige digitale Erreichbarkeit, Reizüberflutung und Leistungsdruck sind nur einige Gründe, weshalb Menschen schlecht ein- oder durchschlafen. Rund ein Drittel aller Erwerbstätigen in der Schweiz (rund 2 Mio. Personen) leidet unter Schlafstörungen. Diese können mitunter erhebliche physische und psychische Erkrankungen nach sich ziehen. Nachgewiesen sind u.a. Auswirkungen auf das Immunsystem, den Hormonhaushalt und das Herz-Kreislauf-System.

Warum brauchen wir Schlaf?

Schlaf hat vor allem 3 Hauptfunktionen:

  1. Regeneration: Der naheliegende und wohl auch bekannteste Grund, warum wir schlafen müssen, ist die Erholung. Im Schlaf regenerieren wichtige Abläufe im Körper, wie z.B. das Verdauungs- und Nervensystem, und unsere Organe erholen sich von der getanen Arbeit am Tag.
  2. Verarbeitung von Emotionen: Über den Tag erleben wir viel und bekommen tausende Eindrücke präsentiert, die unterschiedliche Gefühle in uns auslösen. Wir treffen Entscheidungen, lernen und verarbeiten Informationen. Im Schlaf heisst es nun, diese Emotionen und das erlernte Wissen zu sortieren und zu festigen.
  3. «Reinigung» des Gehirns: Was komisch klingt, ist für unseren Kopf tatsächlich möglich. Während des Tages sammeln sich im Hirn schädliche Stoffwechselprodukte an. Im Schlaf – und nur im Schlaf – wird unser Gehirn die molekularen Abbauprodukte wieder los.

Schlaf als Gesundheitsfaktor

Dass Schlaf ein wichtiger Gesundheitsfaktor ist, rückt erst seit einigen Jahren immer stärker in den Fokus der Forschung – und auch der Fitnessindustrie. Und das zu Recht. Schlaf ist erwiesenermassen nicht nur unabdingbar für unsere körperliche, sondern auch unsere psychische Gesundheit. Nicht umsonst wird schlafen als das «Joggen des 21. Jahrhunderts» bezeichnet. Schlafen wir nicht genug oder in nicht ausreichender Qualität, wirkt sich das nachweislich auf unser Herz-Kreislauf-System, unseren Bewegungsapparat und unsere Psyche aus. Zudem werden das persönliche Wohlbefinden sowie die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit durch Schlaf stark beeinflusst.

Was tun für besseren Schlaf?

Ausreichend Schlaf in guter Qualität ist also höchste Priorität beizumessen. Genau das scheint jedoch ein Problem zu sein: 1/3 der Schweizer haben mindestens einmal im Monat Schlafprobleme, 16% chronisch. 11% der Schweizer Bevölkerung nimmt Beruhigungsmittel/Schlafmittel ein (Schweizerische Gesundheitsbefragung 2017). Es gibt indes gesunde Alternativen für besseren Schlaf. Hier ist eine Auswahl:

  • Schlafroutinen schaffen: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Unser Gehirn lässt sich bis zu einem gewissen Grad «programmieren». Schaffen wir bestimmte Routinen am Abend, merkt unser Körper nach einer gewissen Zeit des Einübens, dass diese mit Schlaf verbunden sind.
  • Keine intensive Bewegung am Abend: Intensives Training – und das wissen wir bei Zenmove am besten – bedeutet auch Stress für den Körper. Sie sollte daher mindestens 2h vor dem Schlafen vermieden werden.
  • Kein Smartphone im Bett: Erreichbarkeit und Bildschirmzeit stressen. Und Stress ist der Schlafkiller Nr. 1. Auch wenn es schwer fällt: Das Smartphone sollte konsequent aus dem Schlafzimmer verbannt werden.
  • Alkohol / Kaffee / schwere Mahlzeiten: Auch wenn das Feierabendbier für schnelleres Einschlafen sorgt, stören auch kleine Mengen Alkohol die Schlafqualität erheblich. Dasselbe gilt für koffeinhaltigen Kaffee in den Abendstunden. Ebenfalls sollten schwere Mahlzeiten am Abend vermieden werden, um das Verdauungssystem nicht auf Hochtouren laufen zu lassen, wenn es eigentlich regenerieren sollte.